Der kleine Hund, Kokoni auf griechisch – ein Nachruf auf Stripes

Dankbare Zeilen voller Liebe für meinen Seelengefährten und
Trauer um einen ganz besonderen Hund.
Rennsemmel1Würmchen, so steht in Deinem griechischen Paß, dann wurdest Du zu Filos (Freund) und dann, bei Deinen Pflegeeltern Udo und Christiane bekamst Du den Namen “Stripes”, weil Du so schöne Streifen im Gesicht hattest. Stripy wurdest von allen liebevoll gerufen.

Bestimmt warst Du für mich und ausgesucht mich Dir, alleine ich wußte es noch nicht und war voll in meiner Katzen- und Pferdewelt, bis ich Dich sah, kleiner Hund, wie Du sofort zu mir kamst, als ich auf dem Boden saß.
Katzenfreundlich, das war die Bedingung, die hast Du immer VOLL erfüllt, auch wenn meine Felidae sich manchmal genervt gefühlt haben von Deiner Lebhaftigkeit. – vielen Dank dafür.
Unserer großen Liebe und unserer innigen Beziehung stand somit nichts im Wege und Du zogst bei mir und meinen Samtpfoten ein im April 2012, genau auf den Tag 6 Monate alt und ein richtiger kleiner Draufgänger ;-)
Geliebt hast Du mich von Anfang an bedingungslos, hattest ein ganz großes Herz für Dein Frauchen, warst super aufmerksam mit einem ausgeprägten Hang zum Kontrollieren, immer bereit, etwas für mich zu tun, nun ja, fast immer – manchmal bedurfte es schon mehrmaliger Aufforderung meinerseits.
Gespiegelt hast Du mich auch oft, meinen Schmerz und meine Verluste geteilt, meinen Juckreiz auch, Du warst eben super empfindsam.
Hundefreunde hast Du Dir sehr sorgfältig ausgewählt, und mit diesen auch gespielt, alle anderen wurden schnell mit einem Knurrer darauf aufmerksam gemacht, dass sie Dir Platz machen sollen.
Du hast mich über 4 Jahre und 8 Monate fast überall hin begleitet, zum Arbeiten, zum Stall, zum Zahnarzt, zum Physio, in die Wirtschaften und auf die Keller, immer wolltest Du mit und hast Dich auch vorbildlich verhalten – Hauptsache dabei war Deine Devise! „Geht der kleine Hund mit“ war mein Ruf, und schon kamst Du voller Freude gerannt, klaro Frauchen, bin dabei! Die Zeit mit Dir verging wie im Flug und nach und nach wurde meine Angst, meinen griechischen Jäger zu verlieren, geringer. Viele Male waren Deine Schutzengel da und haben Dich bewahrt bis zu jenem Tag letzte Woche – und nun stehe ich da, ohne Dich und weiß gar nicht recht, wie das gehen soll. Du bist überall gegenwärtig und mein Schmerz ist riesig.
Ich weiß, dass es Dir, da wo Du bist, super gut geht und Du weiter auf mich aufpasst, jedoch richtig trösten kann mich das noch nicht.

Mit unendlicher Dankbarkeit für diese schöne Zeit schreibe ich diese Zeilen, nicht nur für Dich, sondern auch für mich, hab Dich immer lieb,
Dein Frauchen.