Aktive Hilfe zur Selbsthilfe


Wir unterstützen unsere Partner im Ausland, momentan speziell in Griechenland, mit Kastrationen, Verbesserung der Lebensbedingungen, Futter-, Sach- und Geldspenden sowie Aufklärungsarbeit.

„Hilfe zur Selbsthilfe“ ist unser Motto, denn nur, wenn sich vor Ort etwas verändert, dann wird das Tierelend in Zukunft weniger werden. Bis dahin ist es noch ein weiter Weg, aber diesen Weg wollen wir mit unseren ausländischen Kollegen gemeinsam gehen.

Unsere Teamkollegin Bettina war im Spätsommer 2019 wieder auf der Insel Lesbos unterwegs.

Durch ihren von Lesbos stammenden Ehemann kennt sie die Situation dort sehr gut und weiß, dass die Tiere der Insel auf die Hilfe von Tierschützern angewiesen sind, da es dort leider kein städtisches Tierheim gibt. Ausschließlich Privatpersonen und ein paar kleine Vereine sorgen mit einigen Stationen und Betreuung der Streuner dafür, dass das Elend etwas gemindert wird.

Vor drei Jahren lernte Bettina beim Besuch der Insel Villi, Maria und Aggela kennen und hat mitbekommen, was die „Mädels“ dort ehrenamtlich so alles bewältigen. Täglich gibt es neue Herausforderungen, denn die drei versorgen nicht nur die Tiere ihrer kleinen privaten Auffangstation, sondern auch viele Straßentiere. Ununterbrochen sind sie selbstlos im Einsatz und zahlen sehr viel aus eigener Tasche. Dieses Jahr konnten wir ihnen die Arbeit durch den Kauf eines großen Wassertanks etwas erleichtern. Zwar befindet sich in der kleinen Tierauffangstation ein Brunnen, dieser ist jedoch im Sommer ausgetrocknet und so mussten die Helfer das dringend notwendige Wasser in Flaschen und Kanistern mühsam beschaffen.

Auf Lesbos führen tausende von herrenlosen Tieren ein elendiges Leben, denn herrenlos bedeutet schlichtweg auch schutzlos. Immer noch werden in Griechenland jedes Jahr unzählige Hunde und Katzen vergiftet, ausgesetzt und misshandelt, werden angefahren und am Straßenrand achtlos liegen gelassen, verhungern qualvoll, sterben unbeachtet krank und schwach in Straßengräben und Hinterhöfen.

Auch um einige der unzähligen Kettenhunde haben Bettina und die Tierschützer vor Ort sich mit Erfolg gekümmert. Durch ihr Eingreifen gab es in einigen Gebieten schon Geldstrafen und Auflagen für Laufvorrichtungen und Schutzhütten. Der dort zuständige Ranger führt seitdem regelmäßig Kontrollen durch und hält auch weiterhin die Augen offen. Es geht nicht darum jemanden schuldig zu sprechen, sondern darum, dass die Menschen aufgezeigt bekommen was sie wie tun können um den Tieren ein besseres und lebenswerteres Leben zu bieten.

Die freiwilligen Helfer vor Ort unterstützen, damit sie mit gutem Beispiel voran gehen können, das ist uns eine Herzensangelegenheit.

Viele Tiere müssen medizinisch behandelt werden, aber vor allem die Kastration der Tiere ist uns ein wichtiges Anliegen. Dabei ist uns der dort ansässige Tierarzt Vaghelis eine sehr große Unterstützung.

Die jahrelange Erfahrung aus unserer Tierschutzarbeit hat uns gezeigt, dass man vor Ort durch Kastrationen mehr Leid verhindern und vielen Tieren ein halbwegs besseres Leben ermöglichen kann. Denn eine einzige nicht kastrierte Hündin kann mit einem einzigen Wurf bis zu zehn weiteren Straßenhunden neues Elend schaffen …